Die Last mit der Mast...
neuer optochemischer Ammoniaksensor
Stechender Geruch ist das Markenzeichen von Ammoniak. Mensch und Tier gewöhnen sich schnell daran, und im Nu wird auch die schlimmste Konzentration als typischer „Stallgeruch“ wahrgenommen. Dicke Luft im Stall ist aber kein „Schönheits-fehler“. Studien belegen, dass die Wirtschaftlichkeit der Tierhaltung bereits bei geringen Ammoniak-Konzentrationen von 20ppm negativ beeinflusst wird.
Schlechtere Futterverwertung, längere Mastzeiten und höhere Krankheitsanfälligkeit sind nur einige Auswirkungen. Die bereits auf dem Markt vorhandenen Messsysteme zur Detektion von Ammoniak sind für landwirtschaftliche Anwendungen ungeeignet, da sie entweder nach wenigen Tagen keine richtigen Messwerte mehr liefern oder viel zu teuer sind. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat mit der Förderung eines F&E-Projektes nun die kostengünstige und langzeitstabile Messung von Ammoniak in greifbare Nähe gerückt. 2 Jahre hat GfG, ein führendes Unternehmen der Gasmessbranche, in die Entwicklung eines neuartigen Ammoniaksensors investiert, der ein optisches Verfahren zur Ammoniakdetektion nutzt.
Bis zu 100ppm Ammoniak kann dieser Sensor detektieren und die Entwickler erwarten, dass er auch im Stall sicher durchhält. In mehrwöchigen Feldversuchen konnte die Neuentwicklung bereits überzeugen: Während kommerzielle elektrochemische Ammoniaksensoren schon nach 4 Wochen nicht mehr funktionierten, hielten die optochemischen Neulinge tadellos durch und lieferten verlässliche Messwerte.
Pünktlich zur EuroTier 2010 sucht die GfG deshalb Kooperationspartner um die neu entwickelten Ammoniak-messsysteme erfolgreich auf den Markt zu bringen.
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